Berufswunsch Influencer/-in: Für die meisten bleibt es ein Traum: Für die meisten bleibt es ein Traum 

Du bist ständig auf Social Media unterwegs? Und es fällt Dir nicht schwer, vor der Kamera überzeugend aufzutreten? Dann hast Du vielleicht die Idee, als Influencer/-in Geld zu verdienen. Das ist möglich. Aber Achtung: Die Konkurrenz ist sehr groß und nur wenigen gelingt es, sich so ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. 

Viele Follower bedeuten hohe Einnahmen 

Das Jobprofil Influencer/-in ist nicht näher geregelt. Der Name leitet sich vom englischen Begriff „influence“ für Einfluss ab. Influencer/-innen treten auf Online-Kanälen auf, geben Tipps, berichten aus ihrem Alltag oder stellen Produkte vor. Wenn sie viele Follower haben, können sie hohe Einnahmen erzielen, durch bezahlte Produktplatzierungen, Sponsoring oder sogenannte Affiliate-Links, die direkt auf die Webseiten von Unternehmen leiten. Mit einer gewissen Bekanntheit ist es auch möglich, eigene Merchandise-Produkte zu verkaufen und selbst zur Marke zu werden. 

Etwa eine halbe Million Influencer in Deutschland 

Alle Social-Media-Nutzer und -Nutzerinnen können auf Plattformen wie Youtube, Instagram, TikTok oder Snapchat selbst eigene Inhalte posten. Als Influencer/-in werden sie betrachtet, sobald ihnen viele andere Nutzer und Nutzerinnen folgen. Laut der Marketing Plattform Influencity gibt es in Deutschland etwa 588.000 Influencer. Andere Experten setzen die Zahlen etwas niedriger an. Die Webdesign-Agentur Tailorsites etwa nennt in einer Aufstellung die Zahl von 440.000 Influencern.  

Micro, Mid, Macro oder Mega? 

Der überwiegende Teil davon seien allerdings sogenannte Nano-Influencer mit höchstens 10.000 Followern, heißt es dort. Von Micro-Influencern wird bei 10.000 bis 50.000 Followern gesprochen. Mid-Influencer kommen auf bis zu 500.000, Macro-Influencer auf bis zu einer Million und Mega-Influencer auf mehr als eine Million Folgende. Schätzungen zufolge können rund 18.000 Influencer/-innen in Deutschland von ihren Einnahmen leben. Nur einige wenige sind so bekannt, dass sie durch ihre Arbeit wirklich reich werden. 

Der Auftrag: Permanente Präsenz zeigen 

Wenn Du Influencer/-in werden willst, solltest Du daher auf jeden Fall noch ein zweites Standbein aufbauen. Die Bundesagentur für Arbeit rät, parallel eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen, falls die Arbeit auf den Social-Media-Kanälen nicht genug Geld abwirft. Die Doppelbelastung kann allerdings sehr groß sein, denn als Influencer/-in musst Du permanente Präsenz zeigen und Content produzieren, um sichtbar zu bleiben und langfristig Erfolg zu haben. Die Community erwartet ständige Aktivität und Interaktion. Zudem musst Du viel von Deiner Privatsphäre preisgeben. Als Stärken sind gefragt: Kreativität, Selbstständigkeit und Kritikfähigkeit.  

Was ist Dein Thema? 

Wer Erfolg haben will, braucht zunächst einmal ein Thema, das gefragt ist. Das können Modetrends oder Kochrezepte sein, Gesundheits- oder Gartentipps, Musik, Reisen oder vieles mehr. Wichtig ist, etwas Eigenes beitragen zu können und dabei authentisch und unterhaltsam rüberzukommen.  

Die Arbeit als Influencer/-in unterscheidet sich je nach Plattform. Auf Instagram lässt sich Geld zum Beispiel mit Kurzvideos, sogenannten Reels, zu Themen wie Fitness, Mode, Beauty und Reisen verdienen. Auf YouTube gibt es unter anderem Tutorials für Heimwerker. TikTok, Facebook, Snapchat, Twitch oder Pinterest sind weitere Plattformen, auf denen Influencer aktiv sind. 

von Ulrich Nettelstroth 

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