XL Kongresshotel Potsdam Portrait Helena Starke
Hotelfachfrau Helena Starke reiste durch die Welt und beginnt in diesem Herbstsemester ihr Duales Studium.  
(Fotocredits: Kongresshotel Potsdam, Foto: Matthias Baumbach) 

Berufsausbildung und Auslandserfahrungen als starkes Fundament

Drei Monate Studium, drei Monate Praxis. Ab Oktober ändert sich für Helena Starke der Lebensrhythmus: Sie beginnt ein Duales Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR), Fachrichtung BWL/Tourismus. Dazu bringt sie nicht nur eine hohe Motivation mit, sondern ein großes Paket Praxiswissen, denn die angehende Studentin hat bereits eine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen und ist durch die Welt gekommen.  

Von der Schulbank ins Gastgewerbe: Berufswahl mit Herz

Grundschule oder Hotellerie? Das waren in der Zeit vor dem Abitur die Berufswünsche von Helena Starke. Das Gastgewerbe gewann die Entscheidung, ihre Ausbildung absolvierte die junge Frau aus Potsdam-Mittelmark im Kongresshotel Potsdam. „Der Übergang von der Schulbank in die Arbeitswelt war herausfordernd und gerade in den Anfangsmonaten wirklich anstrengend. 40 Stunden Arbeit wollen erst mal bewältigt werden“, erinnert sich Helena. Aber als aktive Sportlerin – seit sie sieben Jahre alt ist, spielt sie beim HSC Potsdam aktiv Handball – weiß sie auch: ohne Anstrengung keine Kondition. 

Selbstvertrauen gewinnen: Spontan handeln und Lösungen finden

 „Die Ausbildung hat mir viel Spaß gemacht. Ich lernte alle Bereiche des Hotels kennen und hatte Kolleginnen und Kollegen, die mir nicht nur viel Wissen vermittelt haben, sondern auch Leidenschaft für den Beruf“, berichtet Helena Starke. Was sie aus dieser Zeit in den Koffer fürs Leben gepackt hat? „Mehr Selbstvertrauen. Ich lernte, mich spontan auf unterschiedlichste Menschen einzustellen und umgehend Lösungen zu schaffen.“  

Warum ein Duales Studium? Motivation und klare Vorteile

Oft hörte sie während ihrer Ausbildung den Satz: Mit diesem Beruf stehen euch viele Türen offen. Helena startete nach dem erfolgreichen Berufsabschluss den Praxistest und fuhr mit AIDA-Cruises-Kreuzfahrtschiffen durch die Welt: Norwegen, Großbritannien, Frankreich, die Inseln der Karibik … Postkarten-Erlebnisse und ein harter Arbeitsalltag. „Ich habe viel gesehen und gelernt, einen hohen Stresspegel zu verkraften“, resümiert die Hotelfachfrau, die nach einem knappen Jahr Kreuzfahrt-Alltag nach Potsdam und ins 4-Sterne-Haus am Ufer des Templiner Sees zurückkehrte. Hier wird sie auch den Praxisteil des Studiums absolvieren. Warum ein Duales Studium? „Da gibt es für mich gleich mehrere Gründe“, antwortet Helena. „Ich kann meine Praxiserfahrungen einbringen, bin während des Studiums finanziell unabhängig und habe keine Angst, später ohne Job dazustehen.“ Und nach dem Studium, das sie nach sechs Semestern Regelstudienzeit als Bachelor of Arts (B.A.) abschließen möchte? „Natürlich steigen mit dem Abschluss meine Karrierechancen“, weiß die 25-Jährige, die in der Hotellerie bleiben möchte. 

Nach dem Abitur ins Marketing: Praktikum als Sprungbrett

Ella Knebel entschied sich ebenfalls nach dem Abitur für ein Duales Studium, wählte aber einen anderen Weg: Sie absolvierte ein mehrmonatiges Praktikum im Marketing-Bereich des Kongresshotels Potsdam und startete im Januar 2025 an der privaten IU Akademie Potsdam ihr Studium, Fachrichtung Marketing, das sie nach sechs Semestern als Bachelor of Arts (B.A.) abschließen möchte. Der Studienalltag gliedert sich in zwei Tage Lehrveranstaltungen auf dem Campus und 20 Arbeitsstunden pro Woche beim Praxispartner Kongresshotel Potsdam. „Die Verknüpfung von Theorie und Praxis finde ich perfekt, da ich bereits während des Studiums Berufserfahrung sammeln kann und ich in die Arbeit im Marketing-Bereich des Kongresshotels Potsdam Impulse aus dem Studium einbringen kann“, begründet die 20-Jährige ihre Entscheidung, „die für mich die richtige war“.  

Karrierechancen im Management: Durchhalten lohnt sich

Ein entspannter Spaziergang durch die Bildungslandschaft ist das Duale Studium aber nicht. „Es stellt hohe Anforderungen an die Studierenden, denn die ständigen Wechsel von Praxisphasen und Vorlesungszeiten sowie die Klausuren meist am Semesterende legen die Latte hoch“, erklärt Yvette Wilhelm, Personalchefin im Kongresshotel Potsdam, das seit vielen Jahren dual Studierende ausbildet. Viele arbeiten heute im Management des 4-Sterne-Hotels am Templiner See, denn der Weg zur Karriere ist oftmals mit Studienbeginn vorgezeichnet – durchhalten und dranbleiben.  

Text: Brigitta Sonntag

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