Pia Hettler wird Drogistin bei dm – ein Erfahrungsbericht

196  junge Menschen im Raum Berlin/Brandenburg werden derzeit zu Drogisten im Unternehmen dm-drogerie markt ausgebildet. Dazu gehört auch Pia Hettler.

Mein Name ist Pia Hettler, ich bin 25 Jahre alt und im dritten Ausbildungsjahr bei dm. Ursprünglich habe ich eine Ausbildung zur Kosmetikerin gemacht. Relativ schnell habe ich gemerkt, dass mich dieser Beruf nicht vollumfänglich erfüllt. Also habe ich mich erst einmal umgeschaut, was ich zwischendurch machen könnte, auch um Geld zu verdienen. So bin ich auf einen 20-Stunden-Job bei dm gestoßen und habe dort zunächst in Teilzeit angefangen.

Marktleiterin Daniela Kerbouche (l.) schätzt ihre engagierte junge Mitarbeiterin. Foto: Matthias Voß
Marktleiterin Daniela Kerbouche (l.) schätzt ihre engagierte junge Mitarbeiterin. Foto: Matthias Voß

Zwei Tage Schule, drei Tage Arbeit im Markt

Nach etwa einem Jahr – im Rahmen der jährlichen Ausbildungskampagne – hat mich meine Marktverantwortliche Daniela Kerbouche gefragt, ob ich nicht eine Ausbildung bei ihr machen möchte. Meine Ausbildung ist in zwei Phasen aufgeteilt: die Praxis im Markt und der Unterricht in der Berufsschule. Normalerweise gehe ich zweimal pro Woche in die Schule, dienstags und donnerstags. Die theoretische Ausbildung erfolgt gemeinsam für Berliner und Brandenburger Lernlinge, wie wir gern sagen, weil bei uns das Lernen im Vordergrund steht.

Von Gesundheitslehre bis Rechnungswesen

Zu den wichtigsten Fächern gehören für mich Gesundheitslehre, Rechnungswesen und Wirtschaftslehre. Gesundheitslehre macht mir unfassbar viel Spaß, weil man alles von Kopf bis Fuß lernt und es perfekt zu den Produkten passt, die wir verkaufen. Wir erwerben auch den Sachkundeausweis für freiverkäufliche Arzneimittel. Man denkt zunächst, man verkauft diese Produkte einfach. Aber richtiges Wissen darüber zu haben und Kundinnen und Kunden gut informieren zu können, ist noch mal etwas ganz anderes – und viel schöner.

20 Heilpflanzen fürs Herbarium

Pflanzen spielen übrigens wie früher in der Ausbildung eine Rolle. Ich musste zum Beispiel ein Herbarium anfertigen, mit 20 verschiedenen Heilpflanzen, die ich gesammelt, gepresst und beschrieben habe – inklusive der Wirkstoffe, Anwendungen, passenden Produkte und Drogenarten.

Im Rechnungswesen beschäftigt man sich viel mit wirtschaftlichen Themen und Preisberechnungen. Man lernt zum Beispiel, wie Preise entstehen. Ob man das später im Berufsalltag ständig braucht, weiß ich nicht – aber ich finde es trotzdem spannend, das einmal genau zu verstehen.

In Wirtschaftslehre geht es unter anderem um Einträge im Handelsregister, während im Fach Wirtschafts- und Sozialkunde viele gesellschaftliche Themen und Verbraucherentscheidungen behandelt werden. Deutsch steht ebenfalls auf dem Stundenplan – schaden kann es ja nicht.

Pflanzenkunde gehört auch 2026 zur Ausbildung. Ihr Herbarium wird Pia Kettler gut aufbewahren. Foto: Matthias Voß
Pflanzenkunde gehört auch 2026 zur Ausbildung. Ihr Herbarium wird Pia Kettler gut aufbewahren. Foto: Matthias Voß

Arbeit auch am Samstag – aber dafür Freizeit in der Woche

Besonders gefällt mir, dass ich das theoretische Wissen – vor allem aus der Gesundheitslehre oder der Kosmetik – direkt im Markt anwenden kann, ob in der Warenlogistik, an der Kasse und natürlich in der Kundenberatung. Viele denken, dass der Job monoton ist – das ist hier überhaupt nicht so. Es gibt immer wieder neue Herausforderungen. Es ist schön zu sehen, wie dankbar Menschen sind, wenn man ehrlich hilft – nicht, um etwas zu verkaufen, sondern um wirklich ein Problem zu lösen.

Während meiner Ausbildungszeit war ich in mehreren Märkten tätig, zum Beispiel in Stahnsdorf und Berlin-Zehlendorf. Ich arbeite im Schichtbetrieb und auch samstags – das ist für mich kein Problem. Dafür habe ich unter der Woche frei, was oft sogar entspannter ist.

Das sollten Bewerber mitbringen

Wer sich für eine Ausbildung bei dm interessiert, sollte vor allem wissbegierig sein und Lust haben, Neues zu lernen. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit sind genauso wichtig wie Teamfähigkeit und Pünktlichkeit.

Zusätzlich zur Berufsschule gibt es bei dm die „Forschungsgruppe“, die sich durch alle Lehrjahre zieht. Das ist eine tolle Möglichkeit, kreativ zu sein und eigene Ideen einzubringen. Im letzten Lehrjahr haben wir sogar eigene Pitch-Ideen entwickelt und vorgestellt, wie dm sich weiterentwickeln könnte.

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Mehr Informationen

Es gibt viele Entwicklungsmöglichkeiten für Drogisten

Ich stehe kurz vor dem Abschluss meiner Ausbildung und sehe viele Entwicklungsmöglichkeiten. Zunächst möchte ich als ausgelernte Drogistin Berufserfahrung sammeln und später in eine leitende Rolle hineinwachsen. Außerdem kann ich mir vorstellen, noch den Handelsfachwirt zu machen, der in etwa einem Bachelorabschluss entspricht.

Für mich steht fest: Man hört nie auf zu lernen – und genau das gefällt mir an diesem Beruf.

Weitere Informationen unter dm-jobs.de.

von Matthias Voß