Pflegefachmann/-frau

Interview VIIII

„Unterstützend nah sein“ 

Max Jeutner macht eine Ausbildung zum Pflegefachmann im Potsdamer St. Josefs-Krankenhaus.

Vorbilder hatte Maximilien Jeutner schon einige. Aber die Motivation für seine Ausbildung zum Pflegefachmann, die er seit dem vergangenen Herbst im Potsdamer St. Josefs-Krankenhaus absolviert, wurzelt für ihn vor allem auch in seiner Familie. „Sowohl meine Mutter als auch mein Vater sind im sozialen Bereich tätig“, sagt der 24-jährige. Das Bedürfnis, „Menschen unterstützend nah zu sein“, scheint ihm sozusagen schon in die Wiege gelegt. 

Worauf er sich bei der Pflege einlässt, wusste der Potsdamer schon länger vor Beginn der Ausbildung. Nach dem Fachabitur war „Max“, wie er gerufen werden möchte, bereits vier Jahre lang betreuend in einer Demenz-Wohngemeinschaft tätig. Danach wollte er bewusst Krankenhaus-Strukturen kennenlernen, die fester gefügten Abläufe, das begrenztere Zeit-Management und auch das Aufeinander-Angewiesen- Sein im Team.

Wichtig neben der pflegerischen Betreuung sei ihm, „Nähe und Vertrauen zu den Patienten aufzubauen“. Von den Auszubildenden werde als Grundvoraussetzung erwartet, „keine Scheu vor Menschen zu haben“. Genauso wie Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikations- sowie Teamfähigkeit und natürlich neben einer guten körperlichen Konstitution psychische Stabilität. Besonderes Engagement in den Schulfächern Ethik und Biologie wird bei den Teilnehmenden der Ausbildung vorausgesetzt. 

Natürlich hätte Max nach seinem Fachabitur auch einen anderen Weg wählen können, etwa ein Sozialarbeits- oder Pflegestudium. „Aber der direkte Zugang zu Menschen war mir erst einmal wichtiger.“ Nach der Ausbildung kann er sich aber schon vorstellen, mit solider Basis und zusätzlichen Qualifikationen aus dem reichen Repertoire an Weiterbildungsmöglichkeiten später „in einer Verantwortungsposition“ tätig zu sein. Vielleicht in der Altenpflege. Auch in seiner Freizeit ist Max gern unter Menschen und ein großer Fan aller möglichen Brettspiele. Herausforderungen liebt er aber auch hier, etwa, wenn es ums Bouldern, also Klettern ohne Seil geht.  

Diese Erfahrungen sammelt er jetzt alle im St. Josefs-Krankenhaus, zu dem ihn der Tipp einer Bekannten gebracht hat. Genauso wie um die Organisation geht es natürlich in dem zur Unternehmensgruppe der Alexianer zählenden Haus um pflegerische Praxis in allen Bereichen. Dazu gehört auch, Ärzten in medizinischen Angelegenheiten zu assistieren oder manche Aufgaben selbstständig zu übernehmen. Auszubildende dürfen „zwar auch hier noch lange nicht alles machen, aber zuschauen schon überall“, hat Max erfahren. Die Ausbildung wird ihn durch alle Abteilungen der Klinik führen. Während es im späteren Beruf auch Nachtschichten gibt, ist die Ausbildungszeit in den ersten zwei Jahren auf Frühund Spätdienst begrenzt. Erst im letzten Ausbildungsdrittel geht es dann auch in den Nachtdienst. 

Vor dem ersten Praxisblock im Krankenhaus gab es zunächst zwei Monate Theoriearbeit in einer Pflegeschule. So wird es auch im Wechselturnus weitergehen. Nach der vor zwei Jahren geänderten Ausbildungsordnung wurden für die ersten beiden der insgesamt drei Ausbildungsjahre die Bereiche Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zusammengefasst. Das heißt, auch die Praxis werden Auszubildende in allen drei Bereichen erfahren. Im dritten Jahr können sie sich dann spezialisieren oder generalisiert weitermachen, wie Max es vorhat. Auch eine geregelte Vergütung ist jetzt obligatorisch. Es ist aber nicht nur die medizinisch-fachliche Ausbildung, die Max neben der Pflege reizt: „Mich interessiert auch die Psychologie, die dabei eine große Rolle spielt“, sagt er. 

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