Medienkauffrau/-mann

Interview VIII

„Wir haben doch jeden Tag Berührung mit Medien“ 

Wie Jasira Amiti zu ihrem Berufswunsch gekommen ist.

In welcher Abteilung sie als Nächstes zum Einsatz kommt? Jasira Amiti nimmt ihr Smartphone zur Hand und scrollt sich durch ihren Durchlaufplan, ihre „schlaue Liste“, wie sie sagt. Der Verkauf steht demnächst auf dem Programm. Aber noch ist die 20-Jährige im Vertrieb tätig. Hier kümmert sie sich zum Beispiel um Fragen, die Leser zu ihrem Abo haben. 

Jasira Amiti macht bei der Märkischen Allgemeinen Zeitung in Potsdam eine Ausbildung zur Medienkauffrau Digital/Print. Hier lernt sie, welche Arbeitsschritte nötig sind, um ein E-Paper und ebenso eine gedruckte Zeitungauf den Markt zu bringen.

Dazu gehören sowohl Marketingaktionen für das Medienprodukt als auch das Einwerben und Platzieren von Werbeformaten online und in der Zeitung. Es geht um die Produktion redaktioneller Inhalte – digital und gedruckt. Und schließlich um die pünktliche Zustellung der Tageszeitung beim Kunden. Medienkaufleute können diese Prozesse, zu denen auch Personalfragen gehören, organisieren und steuern. „Medien hat man überall“, sagt Jasira Amiti. „Wir haben doch jeden Tag Berührung mit Medien – also, warum dann nicht Medienkauffrau?“, argumentiert die Potsdamerin. Solange sie denken kann, hat ihre Familie ein Zeitungsabo – erst Print, inzwischen digital. Ihre Berufswahl hat sie sich genau überlegt. Nach dem Abitur machte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Kulturbereich. Mitten in der Corona-Zeit. Dadurch wurde der Umgang mit digitalen Medien, die Produktion kleiner Videos für sie zur Normalität. Außerdem ist sie schon seit Jahren begeisterte Hobbyfotografin. Also: Medien. Die Ausbildung zur Medienkauffrau dauert drei Jahre. Weil Jasira Amiti Abitur gemacht hat, kann sie die Ausbildung bei der Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH in Potsdam auf 2,5 Jahre verkürzen. Die meisten ihrer Freunde hätten sich nach dem Abi für eine Ausbildung entschieden, erzählt sie. Und zum künftigen Beruf der Potsdamerin hatten die Freunde einige Fragen: „Medienkauffrau? Cool – bei wem? Bei der MAZ? Und was machst du da? Schreibst du Artikel?“ „Nein. Ich verkaufe“, lautet die einfache Antwort der 20-Jährigen. 

Aus ihrer Sicht sollten diejenigen, die sich für diesen Beruf interessieren, „Leidenschaft für Medien mitbringen“. Sie sollten Lust haben, in den kaufmännischen Bereich reinzugehen und „vielleicht etwas mehr Mathekenntnisse haben als ich“, wie sie mit einem Augenzwinkern sagt. Offenheit für den Umgang mit Kunden sei wichtig und selbstbewusstes Auftreten. Obwohl auch die Ausbildung an sich noch gute Gelegenheiten biete, um sich als Persönlichkeit zu entwickeln. Denn: „Man wächst ja mit seinen Aufgaben.“ Sie selbst habe Spaß bei der Ausbildung. „Ich fühl mich hier wohl“, sagt Jasira Amiti. Sowohl in den Abteilungen, die sie bisher kennengelernt hat, als auch bei der gemeinsamen Einführungswoche mit den anderen Azubis des Medienunternehmens Madsack in Hannover, zu dem die MAZ gehört. Die Auszubildende will sich erst mal alles anschauen, alle Abteilungen durchlaufen und dann entscheiden, wo sie sich als künftige Medienkauffrau am liebsten sehen würde. „Ich will hier das Berufsleben meistern.“ 

Im Vertrieb hat sie sich zum Beispiel um die Veröffentlichung der regelmäßigen Umfragen unter den MAZ-Lesern auf der Website MAZ-online.de gekümmert. Und demnächst im Verkauf … „Bisher hatte ich noch keinen direkten Kundenkontakt. Aber das wird kommen.“ Auch darauf ist Jasira Amiti gespannt.

Instagram

mazubidigital

Tik Tok

madsackmediencampus

Maz Job

maz-job.de

EMAIL US

mazubi@maz-online.de